Auflösung und ideale Blende
Wird die Auflösung in allen möglichen Blendenwerten ermittelt, kann die Leistungsfähigkeit des Objektives deutlich besser bewertet werden. Meist ist es so, dass auch ein hochwertiges Objektiv mit großer Anfangsblende (z. B. 1:1.8), höhere Auflösungswerte erreicht, wenn um eine Blende abgeblendet wird. Je weiter die Blende geschlossen wird desto größer wird der Anteil der Beugung des Lichts, die wieder herum auflösungsreduzierend wirkt.
Mit Hilfe der unten gezeigten Kurven kann der Arbeitsbereich einer Kamera (in Bezug auf die Auflösung) dargestellt werden.
Dieses Diagramm zeigt eine Kamera/Objektivkombination, die offenblendtauglich ist. Das heißt, bereits bei offener Blende wird die maximale Auflösung erreicht. Ab Blende 5,6 zeigt sich er Einfluss der Beugung in Form von Auflösungsverlusten.
Die Auflösung dieser Kamera ist klassisch. Das Objektiv erreicht die höchste Leistung um eine Stufe abgeblendet. Um eine weitere Blendenstufe abgeblendet macht sich jedoch die Beugung schon bemerkbar. Wer also mit der maximalen Auflösung fotografieren möchte, sollte zwischen einer und zwei Stufen abblenden. Außerhalb dieses Bereiches nimmt die die Leistung des Kamera- Objektivsystems deutlich ab.
Hier sind die Messwerte einer Kamera zu sehn, die offenblendtauglich ist und keine Auswirkungen der Beugung zeigt. Der Vorteil ist, dass die Kamera unter allen Umständen qualitativ gleichwertige Ergebnisse liefert.


