Scharfzeichnung

Scharfzeichnung ist die Anhebung des Kontrasts von frei stehenden Linien und scharfen Übergängen im Bild. Um den visuellen Schärfeeindruck anzuheben, werden Bildpunkte auf der hellen Seite aufgehellt und auf der dunklen Seite abgedunkelt. Wird diese Helligkeitsänderung zu stark betrieben, so erhält das Bild eine überplastische, künstliche Erscheinung und wird schlecht. Zu geringe Scharfzeichnung begünstigt die Flexibilität der digitalen Weiterverarbeitung, reduziert die Eignung für den schnellen Ausdruck im shoot-to-print-Einsatz.

Zu vermeiden sind schlecht abgestimmte Scharfzeichnungen, wie eine Asymmetrie, bei der eine Seite deutlich dominiert. Ebenfalls schlecht ist eine zu hohe Scharfzeichnung in den mittleren bis hellen Bildpartien, da hier die visuell besonders empfindlichen Bereiche von Himmel- und Hautpartien betroffen werden. Wird die Scharfzeichnung zu den hellsten nicht abgeschwächt, so kommt es zu einem sog. Weißclipping, die hellen Bildbereichen kommen in die Signalsättigung und brennen aus.